Strubells Paper von 2019 „Energy and Policy Considerations for Deep Learning in NLP“ bezifferte etwas, das das Feld stillschweigend ignoriert hatte: Das Training eines einzelnen großen Sprachmodells konnte CO₂-Emissionen verursachen, die mit mehreren Autos über deren gesamte Lebensdauer vergleichbar waren, und die Lücke zwischen Genauigkeitsberichten in Forschungspapieren und den CO₂-Kosten ihrer Erzeugung wurde mit jedem neuen State-of-the-Art-Ergebnis größer. Die Arbeit rahmte Effizienz von einem netten Engineering-Anliegen in eine Evaluationsdimension um, die in jedem Modellvergleich neben der Genauigkeit stehen sollte. Für ai100, das Modelle evaluiert, deren Inferenzkosten sich um Größenordnungen unterscheiden, ist dies die methodische Grundlage dafür, „gute Antwort“ und „gute Antwort zu welchen Kosten“ als verschiedene Fragen zu behandeln.

Lesenswert, wenn
man ein LLM-Ergebnis berichten oder auditieren will und Rechen- sowie Energiekosten als Kennzahlen erster Ordnung behandelt sehen möchte.
Themen
Energie- und Rechenkosten des Trainings und Servings von Sprachmodellen; gerechtes NLP und Zugang zu Rechenleistung als Forschungsprobleme; effizientes Modelldesign als Methodik eigenen Rechts.
Zentrale Arbeiten
„Energy and Policy Considerations for Deep Learning in NLP“ (2019, Hauptautorin); Green AI-Positionspapier (2019, Mitautorin); laufende CMU-Arbeit zu effizientem und gerechtem NLP.