Eric Horvitz
Die qualitative Gestalt von Sprachmodellfähigkeiten — wie sie als Phänomen aussehen und ob wir das Vokabular haben, sie zu beschreiben, bevor wir die Methodik haben, sie zu messen.
Das Microsoft-Research-Paper „Sparks of Artificial General Intelligence“, das Horvitz 2023 mitverfasste, war die meistzitierte qualitative Evaluation von GPT-4 — mehr als hundert Seiten mit Beispielen, die zeigten, dass das Modell Dinge tat, die seine Vorgänger nicht konnten, gerahmt als vorläufige Evidenz für Fähigkeiten, die allgemeiner künstlicher Intelligenz nahekommen. Das Paper wurde sofort für sein fehlendes systematisches Protokoll kritisiert, doch die Kritik verfehlte weitgehend, was das Dokument einflussreich machte: Es gab der Branche ein Vokabular für das, was sie vor sich sah, bevor irgendjemand robuste Instrumente gebaut hatte, um es zu messen. Horvitz’ längere Karriere — probabilistische KI, medizinische Entscheidungsunterstützung, AAAI-Präsidentschaft, der Aufbau von Microsofts Responsible-AI-Infrastruktur — gibt ihm ein Gewicht, das dem beiläufigen Leser von „Sparks“ meist entgeht.