Mordatchs Forschungslinie — verkörpertes Reinforcement Learning, emergente Kommunikation in Multi-Agenten-Systemen, sprachkonditionierte Agenten — lag an der Schnittstelle zwischen LLMs und den Umgebungen, in denen sie potenziell handeln könnten. Während sich LLMs zu Agentensystemen entwickeln, die folgenreiche Handlungen ausführen (browsen, Code ausführen, mit APIs sprechen, Dokumente manipulieren), verändert sich die Evaluationsfrage: Gemessen werden sollte, was infolge der Handlungssequenz in der Welt geschah, jenseits der Oberflächenkorrektheit des erzeugten Textes. Seine frühere OpenAI-Arbeit zu emergenter Sprache in Multi-Agenten-Systemen und seine aktuelle DeepMind-Arbeit zu sprachkonditionierten Handlungspolicies liegen an der methodischen Grenze agententauglicher Evaluation. Für ai100 liegt der Agentenübergang am Horizont — wenn AI-Engines von der Beantwortung von Markenfragen dazu übergehen, Handlungen im Auftrag von Nutzern auszuführen, muss sich die Bewertungsmethodik entsprechend weiterentwickeln.

Lesenswert, wenn
man Evaluationsmethodik für KI-Agentensysteme verstehen will — bei denen die Analyseeinheit die Handlungssequenz und ihre Folgen ist, nicht der Text allein.
Themen
sprachkonditionierte Reinforcement-Learning-Agenten; emergente Kommunikation in Multi-Agenten-Systemen; der methodische Übergang von Textausgabe-Evaluation zu Handlungssequenz-Evaluation.
Zentrale Arbeiten
Werkkomplex zu emergenter Kommunikation in Multi-Agenten-Systemen und sprachkonditioniertem RL (OpenAI 2017–2020, dann Google DeepMind); Publikationen zu embodied RL; laufende Forschung zu Language Agents bei DeepMind.