Ostendorf hat Jahrzehnte auf der Seite gesprochener Sprache der Sprachtechnologie verbracht — Spracherkennung, Prosodie, Dialogsysteme — in einer Tradition, die Zuverlässigkeit auf Engineering-Niveau als selbstverständlich voraussetzte, weil die Systeme für echte Nutzer auf echtem Audio laufen mussten. Diese Haltung wird für LLM-Evaluation zunehmend relevant: Wenn Sprachmodelle von reinen Textdemos in sprachfähige Produkte wandern, zählen die Engineering-Fragen wieder, die Forscher gesprochener Sprache dreißig Jahre lang gelöst haben. Ihre aktuelle Arbeit, verbunden mit der Systems-Engineering-Tradition, aus der sie kommt, macht sie zu einer nützlichen Lektüre für alle, die Sprachtechnologie als etwas evaluieren wollen, das Deployment-Folgen hat.

Lesenswert, wenn
man eine Senior-Systems-Engineering-Perspektive darauf sucht, wie zuverlässiges Sprachtechnologie-Deployment aussieht — von jemandem, dessen Teilfeld genau das zur Eintrittsbedingung gemacht hat.
Themen
Systems Engineering für gesprochene Sprache und gesprochene Sprachsysteme; die Linie von automatischer Spracherkennung zu multimodalem LLM-Deployment; Zuverlässigkeitsstandards über Teilfelder der Sprachtechnologie hinweg.
Zentrale Arbeiten
jahrzehntelange Publikationen zu Spracherkennung und Prosodie (seit den 1990er-Jahren); Werkkomplex des UW SSLI lab zu Dialogen und Conversational Systems; ingenieurakademische Perspektive auf die Reife von Sprachtechnologie.